Roter Hahn Südtirol

Naturpark Puez-Geisler


Blumenpracht, Murmeltier, Steinadler bewachen unsere Bergwelt...

Der Naturpark Puez -Geisler wurde 1999 erweitert und umfasst nunmehr eine Fläche von rund 10.200 ha, die auf die Gemeinden Abtei, Corvara, Villnöß, St. Martin in Thurn, St. Ulrich, St. Christina in Gröden und Wolkenstein in Gröden verteilt ist.


Naturpark Puez-GeislerDie Schutzzone wird im Norden vom Würzjoch begrenzt, im Süden vom Grödner Joch. im Osten reicht das Gebiet des Naturparks bis zum Gadertal (Kampill, Untermoj), im Westen bis zum Villnösser und Grödner Tal.

Der Naturpark Puez - Geisler kann als "Dolomitenbauhütte" bezeichnet werden. Geologen finden darin nämlich sämtliche für die Dolomiten typische Gesteinsarten, Ablagerungsschichten und Verwitterungsformen.



Naturparkhaus

Zu den vordergründigen Zielen des Südtiroler Naturparkkonzeptes gehören neben dem Natur- und Landschaftsschutz, der wissenschaftlichen Forschung und der Landschaftspflege, die Umweltbildung und die Förderung des Natur- und Landschaftsverständnisses. Die Naturparkhäuser sind Dreh- und Angelpunkt dieser Bildungsarbeit. Als Anlaufstelle geben sie den Besuchern auf anschauliche Art und Weise Informationen zur Parkregion, ihren Bewohnern, den Lebensräumen und den dort lebenden Tieren und Pflanzen sowie zu den Angeboten im Naturpark selbst.

Naturpark Puez-Geisler  Bergglühen am Abend

Der Naturpark "Puez-Geisler" ist der einzige, der 7 Naturparke in Südtirol, in dem noch kein Naturparkhaus steht.
In St. Magdalena/Villnöß soll daher demnächst das 7. Naturparkhaus errichtet werden. Das Naturparkhaus soll die
zentrale Informationsstelle für den Naturpark "Puez-Geisler" und Villnösser Tal werden. Es soll helfen seinen
Reichtum an geologischen, biologischen und kulturellen Schätzen besser zu verstehen und die Begeisterung bei
Alt und Jung für das schöne Tal am Fuße der Geislerspitzen zu wecken und zu erhalten. Die Möglichkeit das
Naturparkhaus mit der Schule gemeinsam zu planen, eröffnet auch den Weg für ein innovatives Projekt, mit
welchem in der Führung und Betreuung Synergien in der Umweltbildungsarbeit genutzt werden können.


» TIPP: Lehrpfad Naturerlebnis "soft" in Zans

Funkelnagelneu ist der Naturerlebnisweg Zans im Talschluss von Villnöß. Das Landesamt für Naturparke und der Landesbetrieb für Forst- und Domänenverwaltung haben gemeinsam einen Weg verwirklicht, der auch für Menschen mit Behinderung geeignet ist. Er ist nämlich auf der ganzen Länge problemlos mit einem Rollstuhl befahrbar und teilweise mit Brailleschrift ausgestattet.

Der Naturerlebnisweg Zans startet beim Parkplatz in Zans, führt über die Piuswiese und eine neu errichtete Holzbrücke bis zum Wildgehege, vorbei am Kalkofen, an der Hütte "Kelderer Wiese" sowie am Forsthaus und endet schließlich wieder beim Parkplatz Zans. Ein schöner Rundweg, der bei insgesamt vierzehn Stationen viele Aus- und Einblicke in die schöne Natur- und Kulturlandschaft rund um Zans ermöglicht.
Die Namen der Stationen lassen erahnen, was es zu entdecken gibt: "Berge zum Anfassen", "Konzertsaal Natur" sind nur zwei Beispiele. Daneben gibt es Informationen über Tiere und Pflanzen, aber auch darüber, wie der Mensch zum Entstehen der Landschaft im Talschluss von Villnöss beigetragen hat.